Stromboli, die Perle der Äolischen Inseln

Stromboli verdankt seinen Charme und das rege Interesse der Touristen dem drohenden Vulkankegel, dessen regelmäßige Explosionen für atemberaubende Szenarien auf der Insel sorgen. Für alle Vulkane der Welt, die sich auf ähnliche Weise verhalten, verwendet man das Adjektiv „Strombolianisch“, das in der Fachterminologie für einen Vulkan von explosiver Tätigkeit mit konstanter Frequenz steht.

Nachts füllt sich das Meer mit Booten voller Touristen, die dem spannungsgeladenen Spektakel beiwohnen wollen, wenn die, durch die Explosionen ausgelöste rot leuchtende Lava den Nachthimmel durchbohrt.

Fährverbindung Stromboli: Stromboli ist von Neapel mit Tragflächenbooten und Fähren zu erreichen. Die Reedereien, die auf dieser Route verkehren, heißen Snav und Alilauro. Bereits bei der Anfahrt wird man von dem imposanten kegelförmigen Vulkan mit seinen steilen Hängen, wo das Grün der Büsche über der schwarzen Lava dominiert, verzaubert. Der herrliche Kontrast zum kobaltblauen Meer ist so einzigartig, dass es selbst dem besten Schriftsteller nicht gelingen wird, ihn in Worte zu fassen.

Blick auf die Insel Stromboli und den gleichnamigen Vulkan

Vom Hafen aus kann man entlang der schwarzen Sandstrände und abenteuerlichen Klippen wandern, deren einzige Farbtupfer die bunten Fischerboote sind. Von hier führt die Straße nach San Vincenzo, dem Herzen der Insel. Beim Hinaufgehen bieten sich wundervolle Ausblicke auf die typischen weißen Häuser mit ihren blühenden Gärten, die idyllischen, engen Gassen und die antiken Mauern, die direkt zum Kirchplatz führen. Hier hat man das Gefühl, auf einem riesigen Balkon zu stehen, der einen unvergleichlichen Blick auf das Meer und die schwarzen Strände bietet. Beim Weitergehen kommt man nach San Bartolo, das sich durch seine Kirche in leuchtenden Farben charakterisiert. Von hier windet sich die Straße in Richtung Punta Labronzo, von wo man die bizarren Vulkanablagerungen bestaunen und den Vulkan bei seinen Eruptionen beobachten kann.

Die Vulkanablagerungen sind in all ihrer Pracht am besten vom Meer aus sichtbar. Hier kann man oft beobachten, wie die Lavamassen aufgrund der ausgeprägten Neigung des Hanges ins Meer rollen. Der Gipfel des Vulkans ist nicht mehr aktiv und der 200 Meter tiefer gelegene Krater kann die Magma nur Richtung Meer leiten.

Von Vancori ist es möglich, die wunderbaren nächtlichen Explosionen zu genießen. Dies ist allerdings nur unter der Aufsicht eines Führers durchführbar, denn der Vulkan kann extrem gefährlich sein. Es ist insbesondere Nachts sehr interessant, dem unaufhörlichen Strom an Touristen zuzuschauen, wie sie mit Taschenlampen bewaffnet den 900 Meter langen Aufstieg zum Gipfel wagen.

Das aus turmartigen Klippen geformte Inselchen Strombolicchio liegt etwa 1500 Meter vor Stromboli. Es ist besonders beeindruckend, sich mit dem Boot unterhalb der vertikalen Felswände zu platzieren. An der Spitze des Felsblocks thront ein Leuchtturm, der über abenteuerliche Stufen zu erreichen ist. Die ganz Mutigen werden dafür aber mit einer herrlichen Aussicht belohnt.

Schließlich bleibt uns noch Ginostra, dem zweiten Hafen der Insel, den die Einwohner mit großem Stolz als den kleinsten Hafen der Welt bezeichnen. Ginostra gilt als eine wahrliche Lebenserfahrung. Es gibt keine Straßen, und das Dorf kann nicht mehr als bis zu 200 Seelen beherbergen, was in der Hochsaison zu einem wahren Problem werden kann. Aber der Reiz ist groß, wenn man treppauf, treppab entlang der Häuser im typisch liparischen Stil und der bunt angelegten Gärten wandert.

Doch wie es der kleine Tsunami von 2002 belegt, ist das wunderhübsche und einzigartige Stromboli auf die Gnade des Vulkans angewiesen. Das Meerbeben ereignete sich ohne schwerwiegende Folgen während einer Eruption im Dezember 2002.

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